#30 Home Coming Queen - Wenn das innere Kind mit unserem Kind kämpft
Shownotes
30 Home Coming Queen - Wenn das innere Kind mit unserem Kind kämpft
Was passiert, wenn unser inneres Kind mit unserem Kind kämpft? Du bist eigentlich erwachsen und trotzdem fühlst du dich plötzlich wie sieben. Dein Kind sagt einen einzigen Satz und du bist beleidigt, ziehst dich zurück oder reagierst viel schärfer, als du eigentlich möchtest.
In dieser Folge schauen wir genau hin: auf die Momente, in denen wir als Eltern selbst ins Kind-Ich rutschen. Susanne zeigt drei typische Muster, die im Familienalltag oft viel unauffälliger auftreten, als wir denken: Schmollen und Beleidigtsein, Rollenumkehr und die Abgabe von Verantwortung sowie scharfe oder autoritäre Reaktionen.
Dabei geht es nicht darum, sich als Mama oder Papa zu verurteilen. Sondern darum, die eigenen Muster zu erkennen und zu verstehen: Was gehört gerade wirklich zu dieser Situation und was wird durch eine alte Erfahrung in mir berührt?
Denn Kinder brauchen in Konflikten nicht perfekte Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die möglichst in ihrer eigenen Energie und Regulation bleiben können. Genau hier kommt Co-Regulation ins Spiel.
Eine Folge über innere Kinder, alte Gefühle, Erschöpfung, Mental Load und die Frage: Wer ist hier eigentlich gerade der Erwachsene?
Deine Susanne Mehr von mir: Instagram: @susanne.job.coaching.mentoring Email: info@susannejob.de Web: www.susanne.job.de
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen bei Homecoming Queen, dem Podcast für Mütter die sich selbst zurückgewinnen wollen.
00:00:33: Ich bin Susanne Jo, Mentorin, Coaching Mutter und Frauen mit Klarheit Herz- und Lebensfreude.
00:00:40: In den Podcast geht es um uns nicht um das perfekte Mama sein Nicht um leere Phrasen Sondern echte Wiederverbindung.
00:00:47: Du bekommst Impulse Echte Geschichten und klare Worte Für mehr Selbstvertrauen Und Lebensfreunde.
00:00:53: Eben deinen Weg Deine Krone und dein Zuhause in dir.
00:01:07: Hallo und herzlich willkommen bei Homecoming Queen.
00:01:09: Ich bin Susanne Juppe und host dieses Podcasts.
00:01:12: Hier treffen sich Herz, Verstand und Humor mit der Wissenschaft an der Bar und Feiern gemeinsam.
00:01:18: Dieser Podcast ist für Mama's die viel tragen, viel leisten und sich dabei manchmal vielleicht ein bisschen selbst verloren haben oder auf jeden Fall dieses Gefühl kennen – wir nennen das Matriszenz!
00:01:30: Die Entwicklungsphase, in der eine Frau zur Mutter wird.
00:01:33: Biologisch, psychologisch sozial und emotional.
00:01:37: Wasser im Batzen!
00:01:38: Und hier wollen wir genau hinsehen, verstehen und neu wählen.
00:01:44: September – die meisten sind wahrscheinlich jetzt auch schon wieder voll im Alltag drin.
00:01:49: Die ersten Hefte sind gekauft, die ersten Eselsohren wahrscheinlich schon entstanden... ...und... ...Zwanzigster September ist für mich ein doppelt schönes Datum.
00:01:59: Denn zum einen haben wir Kindergeburtstag, auf der anderen Seite ist es aber auch der Weltkindertag und ich habe mir gedacht was kann man denn am Weltkindartag mal für ein Thema nehmen?
00:02:10: Denn wir wollen ja schließlich auch die Kinder feiern, schließlich ist dies sein Mama-Podcast!
00:02:15: Und ich habe mich etwas ganz Besonderes ausgedacht.
00:02:19: also seid gespannt und lasst uns loslegen.
00:02:24: Stell dir folgendes Szene vor Ihr müsst in fünf Minuten los und du bittest deinen Kind zum dritten Mal endlich die Schuhe anzuziehen.
00:02:34: Und statt sich zu bewegen, verschränkt ist die Arme, verzieht das Gesicht und sagt so viel Sand und lässig, dann machst doch selber!
00:02:46: Und ganz ehrlich?
00:02:47: In diesem Moment trifft dich das.
00:02:50: Du bist beleidigt.
00:02:51: Am liebsten würdest du sagen, na gut dann eben nicht die Schuhe fallen lassen.
00:02:56: Dich innerlich abwenden und am liebesten würdest Du dich umdrehen und einfach beleidigt weggehen.
00:03:02: Bei mir ist schon tausendmal passiert geführt Und wenn Du ehrlich bist in diesem Moment bist Du innerlich nicht thirty-sechstundvierzig oder achtundzwanzig sondern Du bist sieben.
00:03:17: Das ist das Thema der heutigen Folge Wenn das innere Kind mit unserem Kind kämpft.
00:03:23: Wir erwarten von unseren Kindern und in meiner Welt ist es auch total wichtig, dass sie lernen ihre großen Gefühle selbst zu regulieren.
00:03:30: Denn irgendwann sind Sie soweit, dass wir gar nicht mehr bei den ganz großen Gefüllen dabei sein werden.
00:03:38: Trotzdem ist es so, dass wie es sind die Eltern dem Konflikt selbst zurück ins Kind fallen.
00:03:48: Genau in dem Moment, in dem unser Kind uns eigentlich als sichere und erwachsene Person bräuchte.
00:03:54: Und das zeigt sich nicht nur beim Schmollen.
00:03:57: Es gibt noch mindestens zwei weitere Muster, die viel leiser ablaufen und die du vielleicht noch nie als das erkannt hast was sie eigentlich sind.
00:04:07: Und genau darum soll es heute auch gehen um drei Gesichter des inneren Kindes im Elthantag.
00:04:13: Ich sage immer meine kleine Susi Die einfach mal übernimmt wenn die große keine Ahnung hat die Psychologie dahinter um die Frage, die sich manchmal ganz unangenehm stellt wer ist denn eigentlich hier gerade der Erwachsene?
00:04:30: und diese frage habe ich mich auch in den letzten Wochen sehr häufig gestellt.
00:04:34: Ich bin so ein bisschen drüber gestolpert.
00:04:36: dann hab ich ja das ja meine spannende Frage.
00:04:38: Und je mehr ich diese Frage im Hintergrund oder im Kopf hatte, desto mehr Situationen habe ich erlebt wo ich mir gedacht habe so okay Wer ist denn jetzt hier grade?
00:04:48: In dieser Konversationen in der Kommunikation, wer ist denn hier eigentlich gerade der Erwachsene?
00:04:54: Und ich zeige dir heute mal drei ganz typische Muster und ich bin mir ziemlich sicher dass du dich mindestens einem davon wieder findest.
00:05:04: Ich muss es auch nicht verraten und ich verrate auch nicht das es bei mir genau so ist.
00:05:09: Ups!
00:05:11: Das Muster Nummer eins ist schmollen und beleidigt sein.
00:05:15: Das kennst du schon aus meiner Einleitung aber es gibt noch weitere Varianten die viele von euch kennen wird.
00:05:21: Zum Beispiel, ihr steht an der Kasse im Supermarkt.
00:05:25: Dein Kind will die Schokolade, die genau neben der Kassel liegt.
00:05:29: Natürlich!
00:05:30: Und du sagst nein und dann geht's los.
00:05:33: Geschrei vielleicht sogar auf den Boden werfen.
00:05:36: alle Blicke sind auf euch gerichtet.
00:05:39: Was passiert in diesem Moment?
00:05:41: Vermutlich nicht in erster Linie Sorge um dein Kind, sondern vielleicht ein bisschen Scham.
00:05:46: Was denken die Leute denn jetzt von mir als Mutter oder Vater?
00:05:50: Und aus dieser Scham heraus reagierst du plötzlich schärfer lauter viel ungerechter härter als du es zu Hause getan hättest!
00:05:57: Das ist auch ein kind.
00:05:58: ich Moment nur eben nicht durch Trotz ausgelöst, sondern die gefühlte Bewertung von außen.
00:06:07: Aus meinem Leben berichtet.
00:06:10: Natürlich gab es bei mir diese Situation auch.
00:06:12: Und natürlich stand ich auch schon mal an der Kasse und ich hatte ein tobendes Kind neben mir, das meinte, es müsste heute doch unbedingt einen Eis bekommen!
00:06:20: Ich habe gesagt, nein, heute gab es keinen Eis.
00:06:23: Es gab sogar die Situation, dass eine ältere Dame zu mir kamen und ich sagte aber sie sind ja so hart jetzt geben Sie dem Kind doch einmal an den Eis und tag fühlte ich mich bewertet oder beziehungsweise in dem Moment hätte ich mich bewertet fühlen können, denn es war ganz kleine Bewertung dass dieses Kind doch jetzt bitte ein Eis kriegen darf weil er sieht ja ganz furchtbar traurig aus.
00:06:47: und ist es häufig so das sich viele Menschen unter Umständen unser Leben einmischen obwohl sie eigentlich da überhaupt gar keinen Grund haben.
00:06:54: Und ganz konkret Moment war es bei uns so, dass vorher abgemacht wurde.
00:06:59: Dass es heute also heute mal ein Tag ist, wo es nicht das Getränk an Eis oder eine Extrasüßigkeit gibt.
00:07:10: Neben dem Schmollen ist es aber auch so.
00:07:18: und der Situation heraus aus der Scham was sollen die anderen Menschen denn über uns denken?
00:07:24: Ist eine dritte sehr alltägliche Variante, die sich gerade häufig abends abspielt und immer den gleichen Kampf gibt nämlich das wunderbare Thema zur Bett gehen.
00:07:36: Dein Kind will noch nicht schlafen, welches Kind will das auch schon?
00:07:39: Zieh die gute Nachtrunde in die Länge trödelt verlangt noch ein Buch, noch ein Glas Wasser, noch einen Kuscheln, einen letzten Kurs.
00:07:49: und irgendwann zum Gefühl zehnt mal an diesem Abend reißt dir der Geduldsfaden Du wirst froff verletzt genervt das Zimmer und denkst dir insgeheim jetzt reicht's mir aber auch.
00:08:01: Auch das ist schmollend nur in der wachsenden Form.
00:08:04: Der Rückzug, die eingeschnappte Distanz, das innerliche dann eben nicht oder dann ziehe ich jetzt es durch weil ich auch einfach nicht mehr kann und diese Situation war für mich besonders hart.
00:08:20: Das ist ein Thema was mich immer noch wie so neu modisch ganz gerne heißt absolut triggert denn Auch ich war ein schlechter Zubettgeher.
00:08:30: Auch ich brauchte oder wünschte mir ganz häufig noch einen letzten Kurs, noch ein letztes Umarmen, noch einmal gefühlt zu werden, noch mal gesehen zu werden und meine Eltern hatten auch nicht wirklich Geduld an dieser Stelle Und ich fühlte mich häufig ganz schlecht und bin in Tränen eingeschlafen.
00:08:50: Ich hatte mir damals schon geschworen als kleine fünf sechs siebenjährige oder auch mit zwölf vierzehn als das nochmal Thema wurde So werde ich nicht als Mutter.
00:08:59: Und dann bekam ich drei Queergeister, die halt das Ganze ganz normal auch in die Länge ziehen wollen.
00:09:06: Das war natürlich ein innerer Kampf, den ich mir immer geschworen habe nicht führen zu wollen und trotzdem führt man ihnen an dem doch!
00:09:14: Die letzte Variante, die ich euch zeigen möchte kennst du vielleicht nicht vom Abend sondern von morgen.
00:09:21: Der Wecker klingelt, alle sind im Stress und dein Kind trödelt beim Anziehen.
00:09:26: Beim Frühstücken, bei Zähneputzen, beim Haarecampen... Und du wiederholst dich, wirst lauter!
00:09:32: Und irgendwann wenn gar nichts mehr hilft ziehst Du Dich innerlich komplett zurück und lässt dein Kind einfach laufen obwohl Du weißt dass es jetzt eigentlich Führung bräuchte.
00:09:41: Auch das ist eine Form von Schmalm.
00:09:43: Das stille Aufgeben aus Erschöpfung.
00:09:47: Jetzt fassen wir uns mal alle an die eigene Nase und nehmen es einfach mal so hin, dass das einfach auch unser Alltag ist.
00:09:55: Denn mir ist es ganz wichtig diese ganzen Kleinigkeiten sich einfach mal ins Bewusstsein zu rücken!
00:10:00: Diese Kleinigkeiten noch einfach anzuerkennen.
00:10:02: Und das ist nicht weiter tragisch liebe Queens.
00:10:04: Es ist unser Alltag und das darf auch einfach sein Das darf auch eine Erkennung bekommen, dass es so ist Wie's ist?
00:10:12: Und dann ist es halt ja wir manchmal spüren auch wir Mütter Erschöpfungen.
00:10:18: Gerade noch gelesen, das ist wohl auch ein kleines Muster unserer Generation.
00:10:22: Dass wir der Meinung sind, Mütter müssten eigentlich alles schaffen.
00:10:27: Dem stimme ich so nicht mehr zu.
00:10:31: Das zweite Muster!
00:10:34: Wer ist denn eigentlich hier die Erwachsene?
00:10:38: Das Zweite Muster was ihr euch vorstellen müsst ist leiser aber genauso häufig und viele erkennen es gar nicht sofort als dass was es ist.
00:10:46: Es zeigt sich, wenn wir als Eltern ständig unsere Kinder fragen was ansteht, was zu tun ist, was mitgenommen werden muss.
00:10:53: Was hast du heute eigentlich in der Schule?
00:10:55: Brauchst du noch etwas?
00:10:55: habe ich was vergessen?
00:10:59: kleine Sätze harmlos im Alltag.
00:11:02: aber Wenn das zum Muster wird kippt gerade in stressigen Phasen die Verantwortung leise in Richtung Kind.
00:11:08: Ein typisches Beispiel zum Mal die Urlaubs- oder Wochenendplanung.
00:11:13: Statt selbst zu entscheiden, was ansteht fragst du dein Kind, was wollen wir heute machen?
00:11:17: Was willst Du einpacken?
00:11:19: Hast Du an alles gedacht und irgendwann merkst Du das Dein Achtjähriger völlig den Überblick über den Tag behält während Du eigentlich diejenige bist, die es wenigstens mitorganisieren sollte.
00:11:32: Wir übertragen die Verantwortung auf die Kinder sind aber selbst eigentlich die Erwachsene.
00:11:39: Aus unserer eigenen Unsicherheit, Erschöpfung oder vielleicht auch in dem Moment Überforderungen übertragen wir die Verantwortung auf die Kinder.
00:11:48: Was zum Lernen super gut ist aber doch begleitet werden sollte!
00:11:53: Denn sind Kinder oder fühlen sich Kinder ständig verantwortlich übernehmen sie irgendwann automatisch die Verantwortung über alles – über ihre Klasse, über ihre Eltern, über Ihre Geschwister was zu einem enormen Druck führen kann, der auf diesen Kindern lastet.
00:12:12: Denn sie können sich gar nicht mehr so richtig über sich selber bestimmen und beziehungsweise sich um ihre Dinge kümmern die Sie verantworten sondern weil sich diese Kinder dann irgendwann auch gelernt haben vielleicht auch aus gutem Wille, aus sozialem Engagement
00:12:27: usw.,
00:12:28: sich um alle zu kümmern vergessen dann aber sich selber Und das ist etwas was ich auch häufig erlebe wo ich denke Da tut man den Kindern schlussendlich keinen Gefallen.
00:12:39: Selbst Verantwortung?
00:12:40: Auf jeden Fall!
00:12:41: Du musst an deine Schultasche denken, du musst an deinen Sportbordel denken aber da hört es auf und im Endeffekt bis zu einem gewissen Alter.
00:12:49: zum Beispiel sage ich wir haben jetzt so ein Erstklässler, ein Drittklässer oder ein Sechsklässlar.
00:12:55: die Sechsklässlerin muss schon relativ viel alleine denken und wenn sie was vergisst das ist auch mit ihrer Verantwortung bei den Alltagssachen.
00:13:04: Von dem Erstlösler kann ich das noch nicht erwarten.
00:13:07: Dauert trainieren wir das, hast du dann alles gedacht?
00:13:09: Was brauchst du denn heute und so weiter um ihn dort an die Eigenverantwortung heranzuführen?
00:13:15: Aber den letzten Blick Und schlussendlich die Verantwortung wenn etwas vergessen wurde Die trage ich noch.
00:13:20: beziehungsweise der Erziehungsberat Berechtigte on duty wie es bei uns in der Familie heißt.
00:13:27: also auch mal mein Mann oder ein anderes Beispiel Du bist gestresst, erschöpft.
00:13:33: Weißt selbst nicht mehr genau wovon und hinten ist Und plötzlich es ist dein Kind das dich beruhigt Das sagt doch nicht schlimmer mal Dass dich tröstet obwohl es eigentlich umgekehrt sein sollte.
00:13:44: In diesem Moment stellt sich die Frage wer ist denn hier eigentlich der Erwachsene im Raum?
00:13:48: Das Kind dass den Überblick behält und tröstes oder der Erwachsene Der die Rolle gerade abgegeben hat weil er selbst überfordert erschöpfend in sich heißt?
00:13:59: Hier habe ich mich gefragt Nämlich dieses Beispiel mit rein.
00:14:05: Und ich war mir unsicher, habe es aber dennoch getan!
00:14:08: Denn auch das ist ungefähr so wie mit dem haben wir alles.
00:14:11: was wollen wir heute machen?
00:14:13: Wozu hast du denn heute Lust?
00:14:16: an Wochenenden oder im Urlaub?
00:14:18: So genau so ist es mit dem Trösten.
00:14:20: Ich finde es wunderschön wenn Kinder feststellen und merken Empathie zeigen.
00:14:27: Wenn es den Erwachsenen schlecht geht dann ist es wunderbar, wenn die eigenen Kinder einen trösten weil man vielleicht in dem Moment gerade sehr traurig ist.
00:14:37: Wichtig ist nur dass das nicht zu einem Muster wird, dass die Kinder immer checken.
00:14:45: muss ich Mama tröten, muss ich Papa aufbauen, muss sich dies... Wir tragen die Verantwortung wir sind die Erwachsenen und im Moment wo alle Vielleicht auch der genau, der richtige Moment ist.
00:14:58: Also weißt du was?
00:14:59: Ich bin gerade total erschöpft und ich bin grade total müde!
00:15:03: Und das Kind nimmt einen Namen... Ach Mama wir sind bald hast du es geschafft.
00:15:07: Es ist doch schon abends.
00:15:08: Ist das völlig in Ordnung?
00:15:10: weil es eine kindgerechte Antwort ist.
00:15:12: Wichtig ist nur dass das kind gerecht bleibt und dass das Kind nicht die Das Gefühl hat Es müsste hier die erwachsenen Rolle einnehmen und die Mutter die ganze Zeit zu halten.
00:15:27: Das dritte Muster klingt zunächst nach dem Gegenteil vom Kind.
00:15:33: Nämlich, nach ziemlich viel Autorität.
00:15:35: Stell dir vor dein zwölfjähriges Kind faucht dich genervt an, verdreht die Augen und motzt zurück!
00:15:43: Und du, ganz normaler Alltag... ...und du reagierst scharf, fast automatisch.
00:15:48: so redest du nicht mit mir.
00:15:50: Ich bin deine Mutter, schrägschräg, dein Vater.
00:15:54: Auf den ersten Blick ist das eine klare Eltern-Ich-Reaktion.
00:15:59: Aber schauen wir mal genauer hin.
00:16:00: Was steckt denn eigentlich dahinter?
00:16:03: Oft ist es nicht autoritätlich gerade sprecht, sondern ein sehr altes verletztes Gefühl.
00:16:08: Nicht respektiert zu werden, nicht gesehen zu werden und genau das Gefühl des Fühle von uns selbst als Kind kannten wenn sie nicht ernst genommen wären!
00:16:18: Und dann vielleicht auch wiederum aus der Kindheit kennen wir dieses Verhalten dass wir selber vielleicht mal an den Tag gelegt haben Und wo unsere Eltern dann genau auf dieser gespielten Autorität, genau diesen Satz gesagt haben.
00:16:32: So dass er bei uns wie aus dem Rucksack der Dämonen aufplappt und sagt, aha, ich weiß genau, wie man jetzt handelt alles gut?
00:16:39: Ich habe übernommen Unterbewusstsein!
00:16:41: Ich hau jetzt mal genau den Satz, den du immer gehört hast.
00:16:45: Aber... Aus reiner Autoritätszusprechen ist dieses verletzte Gefühl nicht gesehen und respektiert zu werden.
00:16:56: viel schöner wäre es doch, in Dialog mit den Kindern zu gehen und zu sagen weißt du was?
00:17:01: Ich glaube wenn wir alle so sprechen würden wie du gerade würden uns hier alle relativ schlecht fühlen.
00:17:06: So dass wir sagen naja also ich darf natürlich auf jeden Fall meine Grenze setzen und sagen hey weißt Du was?
00:17:13: Also ich finde es halt schade wenn man somit mir redet ist egal wer das tut aber auch mein Kind.
00:17:18: Aber es geht nicht auf diesen, wir spielen nicht die Autoritätkarte aus dem Kartensatz in unserer Hand.
00:17:25: Sondern wir schieben es wieder so ein bisschen in Richtung Empathie.
00:17:28: Wie würdest du dich denn fühlen?
00:17:30: Wenn man so mit dir redet, möchtest du das mal so mit ihr redeten?
00:17:33: Möchtest Du dass wir in der Familie so miteinander reden?
00:17:36: oder findest du nicht vielleicht auch eine andere Art?
00:17:39: Ähnlich ist es zum Beispiel, wenn eine andere Person vielleicht die eigene Mutter der Partner eine gute Freundin etwas an der Erziehung kritisiert und sofort in diese Verteidigungshaltung geht.
00:17:51: Das ist doch keine Ahnung wie das bei uns läuft.
00:17:54: Bei deiner Generation war das vielleicht so aber heutzutage ist das nicht mehr so.
00:17:58: auch dass kann eine Elternichreaktion sein den Wahrheit ein verletztes inneres Kind schützt.
00:18:04: Das kinden dir das früher vielleicht selbst oft kritisieren oder für nicht gut genug befunden wurde.
00:18:10: Oder vielleicht sich selber die Geschichte erzählt hat, dass es nicht gut genug ist und das immer alles verkehrt macht?
00:18:16: Der scharfe Satz ist dann weniger Erziehung oder Selbstverteidigung im eigentlichen Sinne sondern eher ein Schutzschild oder eine Schutzwand eher Für das eigene verletzte innere Kind.
00:18:27: Und da kann man auch fragen wie möchte man dieser Situation neu begehen.
00:18:32: All das!
00:18:35: Jetzt holen wir mal ganz kurz wieder die Wissenschaft an den Tisch Denn sie hat auch was zu sagen Während sie gemütlich ihren Cocktail schlürft.
00:18:42: All das lässt sich nämlich sehr gut mit einem Modell erklären, dass schon in den Sechzigerjahren von Eric Burnie entwickelt wurde – die Transaktionsanalyse.
00:18:51: Wer eine beschreibt diese inneren Ich-Zustände zwischen denen wir ständig unbewusst wechseln?
00:18:56: Das Eltern ich, das Wertet, ermahnt auch Schützt und Regeln setzt!
00:19:01: Das Erwachseneich, das Ruhig, sachlich im Hier und Jetzt reagiert.
00:19:09: Und das Kind ich indem wir fühlen wie früher, trotzig ängstlich verletzt aber auch unter Umständen verspielt sein kann.
00:19:19: Er unterscheidet dabei verschiedene Arten von Kommunikationsmuster die er Transaktion nennt quasi über einer Bank ich gebe und nehme oder ich nehme und gehe also immer eine Transaktionen gegenseitiges Eine komplementäre Transaktion läuft glatt.
00:19:36: Erwachsener spricht mit Erwachsene oder Elternich passt zu Kind ich, etwa wenn ein Kleinkind wirklich Fürsorge braucht und du sie gibst.
00:19:44: Problematischer wird es bei der sogenannten Kreuztransaktion.
00:19:48: Du sprichst aus deinem Erwachsenen Ich sachlich ruhig aber dein Kind antwortet aus dem Kind ich trotz sich ungekränkt.
00:19:55: Und wenn da du daraufhin selbst in die kind ich oder ins strenge Eltern ich kippst prallen zwei ich zustände aufeinander die nicht zusammenpassen.
00:20:04: Und genau da eskaliert der Streit beziehungsweise kommt dieses Unwohlsein, weil das nicht wirklich matcht.
00:20:11: Es gibt bei Berner übrigens auch noch die sogenannten verdeckten Transaktionen Situationen in denen du auf die Wortebene etwas ganz sachliches gesagt während auf der emotionalen Ebene etwas ganz anderes mitschwingt.
00:20:24: Der Satz so redest du nicht mit mir ist dafür ein gutes Beispiel Denn Wenn ich jetzt mal hier so sage, so redest du nicht mit mir.
00:20:37: Habe ich das Gefühl oder könnte ich mir vorstellen dass bei dem ein oder anderen sich die nacken Haare soll ein bisschen aufstellen?
00:20:43: Auf der Oberfläche ist es eine Erziehungsansage aus dem Elternich.
00:20:48: Auf der verdeckten Ewe schwingt aber oft diese gekränkte alte Kindstimme mit, die sagt Ich fühle mich gerade nicht respektiert sowieso wie damals.
00:20:59: Und ergänzen dazu passt das Konzept des inneren Kindes, wie es zum Beispiel auch heutzutage ganz dominant von Stefanie Stahl in ihren Büchern beschreibt.
00:21:08: Danach tragen wir alle ein verletztes und ein sonniges innere Kind in uns.
00:21:12: Das verletzte innere kind meldet sich vor allem dann wenn eine aktuelle Situation eine alte unverarbeitete Erfahrung berührt Ablehnung, Kontrollverlust – das Gefühl nicht gut genug zu sein.
00:21:24: Typische Schutzstrategien, die dieses verletzte innere Kind dann aktiviert sind zum Beispiel Rückzug und Schmollen, übertriebene Kontrolle, Perfektionismus oder eben auch scharfe autoritäre Reaktionen wie wir sie gerade beim dritten Muster gesehen haben.
00:21:40: Und noch ein Begriff der sehr gut zu den zweiten Musser passt dem besten hier eigentlich der Erwachsene?
00:21:46: in der Familienforschung gibt es dafür den Fachbegriff Parentifizierung ursprünglich beschrieben von Familientherapeutinnen wie Salvador Minucin oder auch andere.
00:21:57: Gemeint ist damit eine Rollenumkehr in der Familie, bei der Kinder Aufgaben und emotionale Verantwortung übernehmen die eigentlich bei den Eltern liegen würden.
00:22:06: Meistens denken wir dabei an sehr extreme Fälle wenn ein Kind früh die Kehrarbeit für jüngere Geschwister oder kranke Eltern übernimmt.
00:22:13: aber es gibt doch die leise alltägliche Version davon Wenn wir als überforderte Eltern immer wieder kleine Stücke der Verantwortung an unsere Kinder abgeben, weil wir selber gerade nicht die Kapazität haben sie zu tragen.
00:22:26: Und auch da zwischen jetzt mal ganz plott gesagt schlimm und nicht schlimm ist natürlich auch immer ein grauer Rahmen.
00:22:34: Auch das wie gesagt es ist völlig in Ordnung Kindern Verantwortung zu übertragen wenn Sie's können, wenn Sie es aushalten und wenn Sie sich gut mitführen.
00:22:44: Super, wenn Kinder schon schnell Verantwortung für sich selber und auch für andere tragen können.
00:22:48: Wichtig ist nur dass es in einem gesunden Rahmen bleibt wo natürlich die Grenzen auch immer verschwinden.
00:22:55: aber ich denke das da hat man schnell ein gutes Gefühl dabei.
00:23:00: Ein letzter Gedanke der alle drei Muster miteinander verbindet kommt aus der Bindungsforschung.
00:23:05: Nach John Bolby und der Forschung der sogenannten Coregulation können Kinder ihre eigenen Gefühle erst gut regulieren lernen, wenn ein erwachsener Mensch in der Lage ist selbst reguliert zu bleiben.
00:23:17: Und diese Ruhe mit ihnen zu teilen.
00:23:20: Coregulation – vielleicht habt ihr es schon kennengelernt – ist einer meiner super Eigenschaften die wir als Eltern haben können.
00:23:30: Denn... Im Umkehrschluss bedeutet das auch, wenn wir als Eltern selbst ins Kind ich rutschen.
00:23:37: Ob durch Schmollen, durch Rollentausch oder den scharfen Satz fehlt genau die Korregulation, die unser Kind in dem Moment eigentlich bräuchte – nicht als Vorwurf sondern als Klärung dafür warum dieses Thema so wichtig und vor allem mir so wichtig ist.
00:23:53: Kinder lernen ihre Emotionen zu regulieren im Laufe ihrer Kindheit.
00:23:59: Ich habe neulich gehört und ich weiß, dass es so der Pieck des ganzen Geschichts ist zwischen dem sechsten und den zehnten Lebensjahr.
00:24:07: Gerade in dem Thema Wackelzahnpuberität usw.
00:24:10: Dort liegt der Schwerpunkt ganz, ganz doll auf Emotionsregulationen.
00:24:13: Das heißt, in dieser Phase müssen wir – die auch nicht ganz frei von Konflikten sind – als Eltern eigentlich besonders stabil sein ohne das zu empfinden.
00:24:24: Natürlich haben wir unsere Themen.
00:24:26: Und natürlich gibt es auch immer wieder Situationen, wo wir vielleicht nicht koregulieren können, weil wir selber die Situation nicht halten können.
00:24:33: Wichtig ist nur zu wissen... das ist so unglaublich wichtig!
00:24:37: Ist dass wir in unserer Energie bleiben, dass wir koreglieren können damit unsere Kind überhaupt eine Chance hat, irgendwann seine eigenen großen Gefühle zu regulieren.
00:24:49: Denn Wir beginnen wie immer im Leben, wir beginnen im Kleinen und wachsen dann an Großen.
00:24:54: Wir beginnen mit kleinen Situationen – wie zum Beispiel das Verlieren bei einem Gesellschaftsspiel!
00:25:00: Mit vier können das die Kinder nicht, weil sie noch gar nicht in der Lage sind ihre Emotionen zu regulieren.
00:25:05: Mit sechs sollte man schon vielleicht die ein oder andere Niederlage haben.
00:25:09: Und von einem zehnjährigen wäre es natürlich wunderbar wenn auch die Synthepathie noch freulich genervt und sauer aber reguliert übersteht.
00:25:19: Und so ist es ein entständiges Lernen, das können die Kinder nur lernen wenn wir vielleicht auch selber verlieren können um im Bild zu bleiben.
00:25:28: Diese Kippmomente passieren übrigens nicht zufällig sondern besonders oft nach.
00:25:34: wohlwohl in stressigen Phasen völlig zu erklären und eigentlich total banal werden wieder darüber sprechen Co-Regulation nur dann möglich ist, wenn wir selber die Kraft haben und dem Kind vorleben können, dass wir in Ruhe bleiben.
00:25:50: Denn in stressigen Phasen können wir das nicht!
00:25:53: Das deckt sich auch mit der HKK Forsa Studie von zwanzig, fünfundzwanzig zur mentalen Last zum Mental Low zwischen Müttern und Vätern.
00:26:00: Wer sowieso uns ohnehin schon den Großteil des mentalen Lastes trägt, also permanent im Kopf mitdenkt, plantorganisiert hat schlicht weniger Kapazität übrig um in einem Konflikt reguliert unter Erwachsenen nicht zu bleiben.
00:26:13: Die drei Muster, die wir heute besprochen haben sind also nicht in erster Linie wie so häufig ein Charakterfehler sondern halt einfach Teil des Menten-Load-Thematik und einem Erschöpfungssyndrom.
00:26:32: Fassen wir doch einmal kurz zusammen.
00:26:35: Erkennst du vielleicht schon diese Kippmomente?
00:26:39: Fällt dir spontan so einen Kipp moment an wann du diese Energie nicht mehr halten kannst, wann du nicht mehr reguliert sein kannst.
00:26:47: Welche gibt es immer wieder diese Momente und was genau passiert denn da?
00:26:52: Und woran hast du im Nachhinein?
00:26:54: oder vielleicht beobachtest du dich jetzt auch wie dein Bistchen und kannst dem nachhineins sagen, ah, da war ich ein Kind!
00:27:00: Oder das ist so ein altes Gefühl, was damit gesprochen hat.
00:27:04: Was wäre denn die erwachsene Reaktion gewesen und was hast du daraus für dich mitgenommen?
00:27:10: Wenn du mahst, kannst du hier auch zwei kurze Situationen mal vielleicht schildern oder du schreibst dir auf dass du da immer wieder diese Muster die bei dir passieren wie zum Beispiel das bei mir mit dem Schlafen.
00:27:21: Warum?
00:27:22: Warum entsteht dort immer Spannung?
00:27:25: was warum sind das so Kippmomente wenn meine Kinder nicht schlafen wollen ich aber müde bin?
00:27:31: und dann aber auch noch dieses Trigger Thema Schlaf.
00:27:34: im Raum steht der Elefant der riesengroße Rosanne.
00:27:39: Und noch ein wichtiger Gedanke, bevor wir zu ein paar Imposen kommen.
00:27:43: Nichts von dem was wir heute besprochen haben ist eine Bewertung.
00:27:47: Diese drei Muster zeigen sich bei den allermeisten Eltern irgendwann.
00:27:51: Sie sind keine Ausnahme sondern eher die Regel.
00:27:53: und wie immer bei Homecoming Queen geht es mir nicht darum zu bewerten das zu erkennen, dass du eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater bist.
00:28:02: Das bedeutet nur, dass Du gerade auch einen Mensch mit einer eigenen Geschichte bist und diese Geschichte manchmal lauter spricht als die Situation, die gerade tatsächlich vor Dir steht.
00:28:11: Und es ist wie immer ein Muster Es ist eine Programmierung Es ist vielleicht auch eine nicht verarbeitete oder eine nicht bewusst erlebte Situation und man kann es erkennen Und weil man es erkennen kann, kann man dann es ins Bewusstsein rücken.
00:28:30: Wenn's im Bewusstseins ist können wir es wenn wir wollen es vielleicht auch verändern nicht von heute auf morgen aber mit der Zeit!
00:28:37: Nicht mit Druck sondern in Liebe zu mir selbst.
00:28:42: Jedes mal wenn du merkst da war gerade das Kind ich oder... Hallöchen, verletztes inneres Kind!
00:28:49: Da hast du gesprochen.
00:28:50: Ist das schon ein Stück Veränderung?
00:28:52: Oder allein wenn die jetzt in den nächsten Tagen vielleicht die Frage sind, wer ist denn hier eigentlich die
00:28:56: Erwachsene?!
00:28:57: Da vielleicht einfach nochmal drüber nachdenken und gucken wie man vielleicht alternativ reagieren hätte können.
00:29:08: So, was haben wir heute gesehen?
00:29:11: Muster eins – Das schmollen und beleidigt sein Ob nach Trotz, Nach Scham vor anderen oder aus Erschöpfung.
00:29:19: die Rollenumkehr, die Frage wer hat hier eigentlich der Erwachsene gehandelt wenn wir unsere Kinder immer wieder Entscheidungen den Überblick vielleicht auch abnehmen lassen?
00:29:30: und drei.
00:29:33: Der scharfe Satz so redest du nicht mit mir, der oft nicht autorität ist sondern ein Schutzschild für ein altes verletztes Gefühl.
00:29:40: was machen wir jetzt damit?
00:29:43: Ich möchte dir vielleicht drei kleine Impulse noch mitgeben.
00:29:47: für jeder muss für jedes Muster ein.
00:29:50: Wenn das schmollen und beleidigt sein, wenn du merkst dass du dich zurückziehen willst fragt dich innerlich.
00:29:56: Besten Gefühl ist das denn gerade eigentlich?
00:29:59: Ist das die Situation von jetzt?
00:30:01: oder holt mich hier irgendetwas altes ein?
00:30:05: Bin ich ihm hier und jetzt?
00:30:07: Oder bin ich Das fünfjährige Kind im selbstem Bett?
00:30:11: Allein diese Frage reicht oft um aus dem Autopiloten auszusteigen.
00:30:14: Und wenn du merkst Dass du gerade zu erschöpft bist, um die Frage zu stellen ist das auch okay.
00:30:20: Denn dann ist der erste Schritt einfach, die da später im Nachhinein ins Bewusstsein zurückkommt wenn du nicht mehr so erschöpfst.
00:30:30: Für die Rollenumkehr, das wäre es denn eigentlich der Erwachsene.
00:30:33: beobachte diese Woche einmal bewusst wie oft du deinem Kind Entscheidungen oder Überblick abverlangst, die eigentlich bei dir liegen sollten?
00:30:41: Nicht um dich schlecht zu fühlen sondern ein Stück für Stück wieder bewusst zu machen was fühlt sich für dich auch okay an, dass das Kind das schon selbst entscheidet.
00:30:52: Und wo kannst du vielleicht noch einfach mal sagen na ja eigentlich könnte das unterunterbeschnitten vielleicht auch noch meine Aufgabe sein?
00:30:59: Was brauchst du heute für die Schule zum Beispiel und beantworte sie diese Woche einmal selbst bevor du sie stellst.
00:31:06: ist es eine Abgabe der Verantwortung oder sind wir gerade in dem Programm?
00:31:11: wir lernen gerade unsere Schultasche selbst zu packen oder eine Kombination aus beiden?
00:31:16: Und die große Reflektionsfrage, die ich dir für die ganzen Woche zwei Wochen mitgeben möchte.
00:31:21: Welches der drei Muster?
00:31:25: und jetzt habe ich den dritten Satz vergessen?
00:31:28: Nämlich so.
00:31:28: redest du nicht mit mir!
00:31:30: Bevor du diesen Satz das nächste Mal sagst, halte eine Sekunde inne und frag dich.
00:31:35: geht es hier gerade um Respekt oder geht es um ein mein altes Gefühl nicht gesehen zu werden?
00:31:40: Es ändert nichts daran, dass Grenzen wichtig sind und dass du sie setzen darfst.
00:31:45: Aber vielleicht verändert es vielleicht den Ton oder vielleicht veränderst du auch einfach den Satz.
00:31:51: das ist nicht aus dem Verletzten ich komme sondern dass du die Grenze so setzen kannst was sagt okay und das is nicht von früher sondern das ist mein jetziger Satz der zum Beispiel mal mir war.
00:32:03: Ich möchte nicht dass du so mit mir redest.
00:32:05: möchtest du das wir so miteinander reden?
00:32:08: Ich denke nicht So, das hat was eine ganz andere Tonalität als zum Beispiel der Satz.
00:32:13: so redest du dich mit mir.
00:32:16: Und direkt jetzt kommt die Reflexionsfrage, die ich die ganze Woche mitgeben möchte welches Data-Muster, Schmollenrollen, Austausch oder der scharfe Satz erkennst du bei dir am ehesten wieder?
00:32:27: Vielleicht magst Du einen Kommentar hinterlassen vielleicht Schreibst du etwas unter den Beiträgen auf Instagram.
00:32:36: Und was würde sich denn verändern, wenn du beim nächsten Mal ganz bewusst ist, dass deinem Erwachsenen nicht heraus reagiert statt aus dem alten Muster heraus?
00:32:46: Puh!
00:32:47: Das war's für heute.
00:32:49: Drei Muster ein gemeinsamer Kern.
00:32:51: Erwachsensein heißt nicht klein keine Gefühle mehr zu haben sondern zu erkennen wann gerade das Kind in uns spricht und wann wir bewusst die erwachsene Person sein wollen hier unser Kind gerade braucht.
00:33:05: Und vielleicht ist das auch die schönste Erkenntnisse am Weltkindertag, in der Woche des Weltkindartages.
00:33:11: Es geht nicht nur um die Rechte des Kindes da draußen.
00:33:13: es geht auch darum dem Kind in uns selbst mit genau so viel Mitgefühl zu begegnen ohne ihn dabei die Fügen überlassen zu müssen Denn genau das ist der Unterschied zwischen verdrängen und heilen.
00:33:24: Wir müssen unser inneres Kind nicht los werden.
00:33:28: wir müssen nur lernen wann es reden darf und Wann wir aus Schutz vor dem kind selbst am Steuer bleiben.
00:33:37: Ich habe zum Beispiel einen Zaubersatz, der sagt, weißt du was kleine Susi?
00:33:42: Das ist hier nicht ein Spielfeld!
00:33:43: Ab jetzt übernimmt die große Susi wieder.
00:33:46: um einfach auch noch zu sagen ich muss nicht aus dem Verletzten, aus dem Ängstlichen und aus dem... oh ich muss das alles regeln kleiner inneren Kindstimme, Kindstimmen Susi sagen sondern halt einfach.
00:33:57: ich erwachsen aus meinem Erwachsenen-Ich handele ich und kommuniziere auch.
00:34:01: Was nicht natürlich nicht heißt, dass wir nicht auch unser inneres Kind mal richtig rauslassen können.
00:34:06: Aber nicht im Streit, nicht in dem Konflikt der Kommunikation sondern vielleicht in die mir einfach mal auf ein Baum klettern.
00:34:12: In die Wellen springen, in den Pool eine Popo-Bombe machen oder sonstiges.
00:34:16: dort hat das eigene innere Kind dann absolute Freizeit!
00:34:21: Ich wünsche dir einen wachen Blick auf dein eigenes inneres Kind.
00:34:24: Gerade heute, gerade in diesen Wochen rund um den Weltkindertag und wenn dir beim Zuhören schon eine Szene eingefallen ist, in der du eines der drei Mustern bei dir erkannt hast, schreib sie ruhig kurz auf!
00:34:35: Das ist oft der erste Schritt, um Sie beim nächsten Mal wirklich anders zu erleben.
00:34:40: In diesem Sinne wünsche ich uns vierzehn Tage voller wunderschöner Momente als Mama Und wir hören uns beim nächsten mal In aller Liebe, eure Homecoming Queen und seine Hub.
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